Freitag, 18.05.2012 07:58 Uhr

Kunst und Kalter Krieg - Deutsche Positionen 1945-1989

Verfasser: Uwe Marcus Rykov / Pressportmedia Berlin, 01.01.2012, 14:42 Uhr
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Kunst und Kalter Krieg
Kunst und Kalter Krieg   Bild: Uwe Marcus Rykov Pressportmedia

Berlin [ENA] Kunst und Kalter Krieg - Deutsche Positionen 1945-1989 Die Ausstellung bot Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges einen Überblick über die Kunstproduktion während der deutschen Teilung aus internationaler Sicht mit Positionen deutscher Kunst zwischen Kriegsende und Fall der Mauer.

Diese Ausstellung umfasste etwa 300 Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Videos und Installationen von 120 Künstlern. Auseinandersetzung um konkurrierende Menschenbilder und ideologischen Konzepte in Konfrontation und im Dialog der unterschiedlichen politischen Systeme in Deutschland. Alle gezeigten Werke sind zwischen 1945 und 1989 in der Bundesrepublik und der DDR entstanden. Aufgeteilt war der Rundgang durch diese Ausstellung in vier Zeitabschnitte und begann nach dem Neubeginn 1945. Im ersten Zeitabschnitt zeigt man die Abstraktion aus der Bauhausmoderne in Konfrontation mit Totentänzen, Sterbenden Kriegern und Ruinenbildern und Kriegsschauplätze.

In der Ausstellung über den Abschnitt Der fünfziger Jahre standen sie im Zeichen des Streites um das Bild des Menschen. Das unerschütterliche der Zukunft war das Thema des Sozialistischen Realismus, während die informelle Malerei Ausdruck des befreiten untergeordneten sein wollte. Denkmalwettbewerbe konkurrierten um die Aufmerksamkeit der Zeitgenossen. Das an der Sektorengrenze in Westberlin geplante Denkmal des unbekannten politischen Gefangenen versteht sich als Opposition zum sowjetischen Siegesdenkmal in Ostberlin und klagt die Unfreiheit im sowjetischen Machtbereich an. Das Buchenwald-Ehrenmal mit der Skulpturengruppe von Fritz Cremer wird zum Symbol des Antifaschismus in der DDR. Später aber In den sechziger Jahren begann

letztendlich in beiden deutschen Staaten die Auseinandersetzung mit dem Trauma der Vergangenheit. Im Westen inspirierte Der Kapitalistische Realismus durch die angloamerikanische Pop Art Kunst. Neue Medien und in Körperkunst verflossene Gemälde und Skulpturen fixierten statischen Kunstausdruck. Durch die gesellschaftlichen Veränderungen zeigten sich im Zuge der damaligen Studentenbewegung linke Künstler auf und visualisierten die sogenannten „Richtkräfte einer neuen Gesellschaft“ (Joseph Beuys, 1975).

und Ihre Werke fungierten meistens als Archive des Alltaglebens. In den achtziger Jahren trat dann eine Generation auf die sarkastisch den Sprung aus der Geschichte wagte und alle Ideologien in Frage stellten und kritisch die Identität der Deutschen in Ost und West betrachteten. Mit dem abweichenden Verhalten der Kunst in der DDR entstandenen Bilder endete die Ausstellung.

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